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Lernmodule für den Schulunterricht

Eco anxiety, climate depression - die Liste der Wörter, die die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Psyche beschreiben, ist lang. Umso bedeutender wird eine datenbasierte und lebensweltnahe Auseinandersetzung mit den Fakten zum Klimawandel. Für das Erleben der eigenen lösungsorientierten Wirksamkeit in dieser globalen Krisensituation, ist Grundlagenwissen zu Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen des Klimawandels nötig. Die Teilnehmenden untersuchen im 1. Lernmodul die Auswirkungen des Klimawandels in ihrer Region. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung eines KI-basierten Lösungsansatzes im weiteren Projektverlauf.

Die Jugendlichen erlernen Methoden und Algorithmen von Künstlicher Intelligenz, um komplexen Fragestellungen datenbasiert zu begegnen und gekoppelte Mensch-Umwelt-Systeme selbstständig anwenden zu können. Auch Schüler*innen ohne Vorwissen werden dazu befähigt, einen digitalen Prototypen für regionale Klimaproblematiken zu entwickeln. Das Projekt arbeitet für den Aufbau von Daten-, KI- und Digitalkompetenz mit Jupyter-Notebooks.

Dieses Lernmodul fokussiert den kompetenten Umgang mit Daten aus deutschen und europäischen Erdbeobachtungsprogrammen: z.B. Sentinel/Copernicus (EU), EnMap, TerraSAR-X/TanDEM-X. Basierend auf den Klimadaten der eigenen Region und realen Anwendungsszenarien werden verschiedene Modelle entwickelt und analysiert, inwiefern sich der Klimawandel zukünftig auswirken wird und wie man sich auf die absehbaren Änderungen anpassen kann.

Was braucht es für den Schritt vom theoretischen Lösungsansatz zum ernsthaften Unternehmer-Mindset?

Um die entstandenen Ideen zu erforschen und unternehmerisch (nicht zwangsläufig kommerziell) weiterzuentwickeln, erlernen die Schüler*innen in diesem Modul kreative Methoden für ein Gründungs-Mindset (z.B. Design-Thinking). Ziel ist, die Jugendlichen zu befähigen, ihre Ideen nachhaltig und erfolgreich in ihrer Region zu platzieren. Damit werden ebenfalls Kompetenzen für den "Arbeitsmarkt der Zukunft" entwickelt und trainiert. 

Als Abschluss der Lernreise präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse, Prototypen und Ideen vor einem regionalen Publikum. Dabei erhalten sie Unterstützung von Expert*innen, wie ihre Idee gezielt und wirksam im lokalen Diskurs platziert werden kann und welche Akteur*innen für eine optimale Außenwirkung berücksichtigt werden sollten. 

Die Pitches bilden das vorläufige Ende der Lernreise und ermöglichen eine nachhaltige Verfestigung der erlernten Kompetenzen und des Selbstwirksamkeitserlebens.

Praxiserfahrung sammeln auf 2 Hackathons

Die Hackathons eröffnen einen co-kreativen, interdisziplinären Bildungs- und Experimentierraum, in dem junge Menschen – unterstützt von Expert*innen aus den Bereichen Data Science, Geographie und Informatik, Design Thinking und Social Entrepreneurship – eigene Projektideen für die nachhaltige Nutzung von Erdbeobachtungsdaten entwickeln können.

Als anwendungsbezogene Lernräume bieten die zweitägigen Hackathons die Gelegenheit, Wissen praxisnah anzuwenden und erste Prototypen im Bereich Climate Technologies zu entwerfen.

Wie läuft ein Hackathon ab?

Wir haben schon einige Hackathons veranstaltet. Diese hatten zwar einen anderen Schwerpunkt, aber dennoch könnt ihr euch einen ersten Eindruck zum Ablauf und Gestaltung der Hackathons machen.

3 Offene Werkstätten für die Partizipation von Politik, Schule und Wirtschaft

Während der gesamten Projektlaufzeit fand ein kontinuierlicher Austausch mit Politik, Praxis (Schulen und Lehrkräften), Zivilgesellschaft, Wissenschaft und wirtschaftlichen Akteur*innen statt. Durch die proaktive Einbindung dieses vielfältigen Netzwerks konnten die Projektergebnisse anschlussfähig gestaltet und eine langfristige Verankerung in der schulischen und außerschulischen Bildung vorbereitet werden.

In offenen Werkstätten wurden in verschiedenen Formaten die Erwartungen und Bedarfe der unterschiedlichen Akteursgruppen ermittelt, erste Zwischenergebnisse diskutiert und Möglichkeiten zur Integration der Forschungsergebnisse in bestehende Strukturen ausgelotet.

 

Evaluation & OER

Ziel der projektbegleitenden Evaluation war es, besser zu verstehen, wie Technologie und Lernen zusammenwirken, um das Verständnis von Schüler*innen für Umweltprobleme und deren Lösungen zu fördern. Im Fokus stand insbesondere die Wirksamkeit der entwickelten Lernmodule im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit, um daraus Impulse für die Weiterentwicklung zukünftiger Bildungsangebote abzuleiten.

Alle Lernmodule wurden entsprechend aufbereitet und sind nun als Open Educational Resources (OER) öffentlich zugänglich.