Zum Hauptinhalt springen
MeldungWorkshop

Climate Data Entrepreneurial Club erprobt Lernmodule mit Gesamtschule in NRW

Im Rahmen des Climate Data Entrepreneurial Clubs wurden diese Woche gemeinsam mit 16 Schüler*innen fünf Lernmodule im Bereich Klimawandel, Data Literacy und AI Education, Fernerkundung, Entrepreneurial Education und Präsentationsfähigkeit erprobt. Das Projektteam arbeitete täglich intensiv mit den Schüler*innen der Sek. II an diesen Themen und freut sich über das wertvolle Feedback, das zur Weiterentwicklung der Module beiträgt.

 

Im ersten Modul, "Messbarer Klimawandel", erhielten die Schüler*innen eine Einführung in den messbaren Klimawandel und lernten die Grundlagen der Datenauswertung mit Jupyter Notebooks kennen, einem Open-Source-Tool, das die Arbeit mit Daten vereinfacht und interaktives Lernen fördert. Im zweiten Modul, "Data Literacy und AI Education" analysierten die Schüler*innen das Potenzial von Photovoltaikanlagen und führten eine Potenzialanalyse durch. Zudem setzten sie sich mit der Vorhersage von Waldbrandgefahr in Deutschland auseinander und wandten moderne KI-Methoden an. Ein weiteres wichtiges Element dieses Moduls war die Einführung in die Grundlagen der Programmierung mit Python, was den Schüler*innen half, praktische Fertigkeiten im Umgang mit Daten und Algorithmen zu entwickeln. Im dritten Modul, "Einführung in die Fernerkundung", tauchten die Schüler*innen in die Welt der Fernerkundung ein. Sie testeten die Funktionen von Google Earth Engine (GEE) anhand des Aletsch-Gletschers und erkundeten anschließend ihre eigene Region. Durch ihre Erkenntnisse lernten sie, globale Umweltphänomene auf lokale Gegebenheiten zu übertragen. Das vierte Modul, "Entrepreneurial Education", ermöglichte den Jugendlichen, in Kleingruppen ihre gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren und daraus eigene, nachhaltige Unternehmensideen zu entwickeln. Dieser kreative Prozess half ihnen, ihr neu erworbenes Wissen in praxisnahe Projekte zu überführen. Die Schüler*innen nutzten die Methode des Design Thinking, die sie bereits in der 10. Klasse kennengelernt hatten, und erweiterten dadurch ihr Kompetenzprofil. Eine kurze Basteleinheit unterstützte den kreativen Prozess, förderte das praktische Verständnis und führte zu durchdachten Logoentwürfen, sowie vereinzelt zu ersten Prototypen. Zu den Projektideen der Schüler*innen gehörten unter anderem

  • die Installation von Photovoltaik-Paneelen auf Autos und E-Scootern,
  • eine städtische Beratung für die Begrünung von versiegelten Flächen,
  • die gezielte Fassadenbegrünung von Schulen, um die Luftqualität zu verbessern und
  • die Vereinfachung der PV-Beratung mithilfe eines solidarischen Nachbarschaftsmodells mit dem Slogan "Mit einem Klick zum Dach der Zukunft".

Im fünften und letzten Modul, "Pitchen", lernten die Schüler*innen, ihre Konzepte auf ihre Zielgruppe anzupassen und überzeugend mit der Storytelling-Methode darzustellen. Das Ziel, die gelernten Inhalte der vorherigen Module anzuwenden und mit ihrer Idee sichtbar zu werden, haben alle Schüler*innen sehr gut umgesetzt. Sie erhielten konstruktives Feedback von ihren Mitschüler*innen und vom Projektteam.

Das Engagement der Schüler*innen war beindruckend und die Rückmeldungen sehr vielversprechend. Sie beschrieben die Inhalte als interessant und zeigten durch ihr hilfreiches Feedback auch Potenziale für Verbesserung auf. Für das Projektteam bedeutet dies für die zweite Konzeptionsphase die Synergieeffekte zwischen den Modulen zu nutzen und auf Flexibilität hinsichtlich der Vorerfahrungen der Schüler*innen zu achten. Ein besonderer Dank gilt den Schüler*innen und der Lehrkraft, die das Projekt nachhaltig bereichert haben. Eine zweite Erprobung der Module ist für den Herbst 2024 in Berlin geplant.

 

Die Klasse der Gesamtschule in NRW
©Gesellschaft für Informatik e.V.
Zwei Schülerinnen sitzen an einem Laptop
©Gesellschaft für Informatik e.V.
Schülerin präsentiert ihre Ergebnisse
©Gesellschaft für Informatik e.V.